Kniep - Ideallandschaft - ZP24105

Kniep - IdeallandschaftKniep - Ideallandschaft
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Christoph Heinrich Kniep
1755 Hildesheim – Neapel 1825

Ideallandschaft mit Diana und Endymion.

Feder in Schwarzbraun, braun laviert, über Bleistiftskizze, mit schwarzer Tuschlinie umrandet sowie mit grün aquarelliertem Rand, auf Bütten, rechts unten signiert, bezeichnet und datiert „C. Kniep. inv. et deli/Napoli 1797“. Darstellungsgröße 61:86,8 cm, Blattgröße 66:92 cm.

Provenienz: Sammlung Ernst Friedrich Herbert Graf zu Münster-Derneburg.

Literatur: N. Strube, Ästhetische Lebenskultur nach klassischen Mustern. Der Hannoversche Staatsminister Ernst Friedrich Herbert Graf zu Münster im Lichte seiner Kunstinteressen. Hannover 1992 (= Diss. Hildesheim 1989), S. 127-135, Abb. 57; Ausst. Katalog: Gg. Striehl, Christoph Heinrich Kniep – Zeichner an Goethes Seite. Hildesheim, Roemer-Museum, 1992, Farbabb. 57; Gg. Striehl, Der Zeichner Christoph Heinrich Kniep (1755-1825), Landschaftsauffassung und Antikenrezeption. Hildesheim, 1998, S. 170/171, Nr. 590, Abb. 214, Farbtafel 7.

Die Zeichnung fertigte Kniep für Ernst Friedrich Herbert Graf zu Münster an, der sich auf seiner zweiten Italienreise 1794-1798 u.a. von Juni 1796 bis April 1798 in Neapel aufhielt.

In einem Brief vom 12. Mai 1797 richtete der Graf an Johann Christian Reinhart (1761-1847) die Bitte, ihm ein Pendant zu Knieps Zeichnung anzufertigen. Das gewünschte Motiv, sollte es tatsächlich ausgeführt worden sein, ist heute in Reinharts Werk nicht nachweisbar (vgl. Striehl, S. 170/171).

„Ein im Zusammenhang mit Hildesheim besonders wertvolles Blatt ist die ‚Große Landschaft von Kniep in Italien, Endymion auf dem Berge Latmos, den Diana besucht, darstellend‘ (Bezeichnung laut gräflichem Inventarverzeichnis). Graf Münster hatte die Zeichnung in Neapel bei Kniep mit genauen Vorgaben zu Thema und Figurenstaffage in Auftrag gegeben. Die Vorstellung eines arkadischen Landschaftsgartens, die Graf Münster mit dieser Zeichnung nach Derneburg brachte, floß in die Gestaltung der dort von ihm angelegten Landschaftsanlage ein. Die Sepiazeichnung ist eine der gelungensten poetischen Landschaften Knieps. Ihre Beschreibung und wissenschaftliche Erschließung ist Nicolaus Strube zu verdanken.“ (Zitat aus: Op. cit. Hildesheim, 1992).